Morgen beginnt jetzt

Was jetzt ist

Klärke kam, sah und siegte,
als er sich nach ihr umdrehte,
weil sie mir nicht nacheiferte,
um auch einen heiligen Tropfen
von meiner Lust auf das Leben
abzubekommen

Er war ein rankes Wesen,
dass nicht immer astrein
mit sich selbst klarkam
und dann und wann in Klärung ging,
wenn ich Lust auf anderes
als die Verleimung der Seiten
meiner losen Blattsammlungen
von ungezählten Briefen
an den Äther bekam

Und manchmal wollte Klärke
einfach seine Haut beruhigen,
die ihn oft wie brüchiges Pergament umspannte,
wenn er sich selbst am Morgen
an meiner fleischfarbenen Bohne
da unten massierte
und dabei den Himmel anstöhnte
und in ihm frönte, was das Zeug
nicht versprochen hielt

Danach war er dann meist lammfromm
und zartbesaitet mit meiner liebsten Seele
und hätte die ganze Welt dabei umarmen können,
auch wenn der Monky seiner Gedanken
in den Schranken meines Seins
schon wieder mit dem lauten Quatsch
in meinem Kopf herumtanzte
und überall hinstänkerte,
als ob er selbst
mein Klärkes Erzfreind
gewesen sei …

Selbst jetzt,
wo Klärke angezogen war
ob der Trautheit im Heute,
hätte er mir nicht flüstern können,
was gleich sein wird,
wenn sie mir um die Ecke biegt
und mich hier liegen sieht,
ihr Bogen aus pergamentener Haut
mit den Schreibfedern
aus Handflächen dazu

© CRSK, LE, 12/2022

Die Vertonung in der Soundcloud:

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