ich hab geträumt heut nacht

Ich hab‘ geträumt heut‘ Nacht

Von ihm

„Eins, Zwei, Hop und bitte wenden des Kawenzes von einem Manne“, kommandierte die Mutter Oberin Frau Engel ihre sechs Mitschwestern ohne Bengel, bevor sie selbst auch Hand anlegte am Transporttuch des Iro Gnaden von Wurm und Fax-me in the Air.

„Der schaut mir aus wie der schleichende Tod höchst persönlich“, wisperte die eine Schwester zu der anderen – links neben ihr stehend.
„Ja“, nickte diese und wies mit ihrer spitzen Nase auf ihren neusten Zugang unter den zahlreichen Fällen von schwindender Neugier auf das Glück, so als würde sie ihn dabei mit einer Gabel an pieken wollen, um zu prüfen, ob er sich noch rühren würde.
„Mit seinen Narben am ganzen Körper sieht er aus, als sei er von allen möglichen Lebenslagen tranchiert beziehungsweise mindestens blanchiert worden, meinst du nicht“, sprach die eine Schwester wieder, während die andere Obacht gab, dass die Mutter Oberin Frau Engel auch ja nicht mitbekam, wie sie sich über ihren Patienten den Mund zerredeten.
„Und dann diese Beulen überall, die so quittegelb sind, dass sie bei der sanftesten Berührung bestimmt gleich platzen“, fuhr die eine Schwester fort. Und man konnte den Ekel in ihrer Stimme hören.
Die andere Schwester allerdings zog bei diesen Worten scharf die Luft ein, weil sie drohte, das Gleichgewicht während des Aktes der Umbettung zu verlieren. Sie gab sich aber alle Mühe, dass der Mutter Oberin Frau Engel und ihren Mitschwestern gegenüber zu vertuschen, doch vergeblich war diese Liebesmühe.
Letzten Endes strauchelte sie gänzlich, hatte das Transporttuch nicht mehr im Griff und ließ zu allem Unglück auch noch den emaillierten Nachttopf des Herrn Iro Gnaden von Wurm und Fax-me in the Air von seinem aufgedunsenen Bauch herunterrutschen.

Das ergab ein Plumpsen, Scheppern, Jaulen, Spritzen, Schreien, maulen, während Herr Iro Gnaden von den Lebenden erwachte und so laut lachte, dass keine von den ehrwürdigen Frauen danach so unbesudelt mehr geblieben, dass sie hätten noch die Neuzugänge gen Saniforium des Himmels tragen können, um ihrem oder deren Heiland das Glück zu beschweren.
Egal, was sie dann dazu noch sagten – ungeachtet ihrer eigenen Täler im Jammer – die Wecken unweigerlich würden schippern, wenn der Morgen nahte, doch gar niemand mehr von den Ihren würde ohne Grauen noch wollen fahren die Leut‘ gen Saniforium des Himmels, zumindest nicht mehr die mit Pimmel …

Und eins sei da noch hinzugefügt:
Ich war die mit dem Pimmel an der Nase und im Hirn, die hat losgelassen und nicht fassen können ihre gar losen Ohren, Augen und geschründeten Münder, bevor sie Künder der Möller geworden ist.

© CRSK, LE, 08/2022

Der eingelesene Text in der Soundcloud von CRSK:

 

Es ist vielleicht auch mal spannend, zu erfahren, wie meine Composings so entstehen, deren Bildbestandteile oft aus der Bilddatenbank von Pixabay entstammen. Das hat den Vorteil, die Bilder größtenteils frei für die kommerzielle Nutzung. Ich habe dazu mal ein kleines Video zusammengestellt, wie ich meine freien Arbeiten inzwischen öfters mal mit Affinity Publisher entstehen lasse. Ich binde das Video hier mal direkt mit ein.:

So entsteht das Bild - Ich hab geträumt heut Nacht - erstellt von CRSK
Dieses Video ansehen auf YouTube.

 

Und hier das Animierte Youtube-Video mit gesprochenem Text und Bild in einem:

Bitte folgen & liken:
RSS
Follow by Email
Facebook
Twitter
Pinterest
Instagram
Soundcloud
LinkedIn
Fb messenger
Xing

Diese Seite verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmst du dem zu.

Datenschutzerklärung