millie

Gemütlich

„Grau ists mir heute“, sagte die Inspiration,
und es „Oh Klaute“ ganz sehr in meinem Herzen.
Und das obwohl es sich hier gar schummrig warm verweilen lässt.
Die Kerzen an. Der Raum voller Räuchergewerk und Duft.
Auch die sanften Klänge eines fernen Klavieres fehlen nicht.
Ala meine beste Freindin ist heute die Muse,
die sich in meinen Gedanken weder greifen lässt,
noch mich küssen mag.

Und so merkt man dem Glombatsch an,
dass er weder heute noch morgen
mit seinen großen Löffelsorgen
zum See der Märchen wandern mag,
um dem Schneesturm Einhalt zu gebieten
und den Millies ihrer prallen Euter
die Kräuter der Macht zu besorgen.

So siehst du also,
dass der Glombatsch verträumt am Ufer des Sees verweilt
und sich die Ingredienzien meiner Geschichte
vergessen unterm Eise kräuseln,
so dass der Kakao in meiner Schnabeltasse erkaltet,
und der Pengu, der Verirrte,
garstig mich zwickt in die Seite.

Oh, das Wehen und Krachen in mir,
weiß um prallere Tage meines Lebens.
Doch Heute ist heute, und Gestern war gestern,
denke ich mir und schiebe das Grau
da draußen weit von mir fort.
Damit du mir, du sonnige Schwester,
die Millie zur Nachmittagsstunde bringen kannst
und ich mir dann den Keks der Tussen
der Spekulationen dieser verworrenen Tage gönne.

„So sei es“, spreche ich laut
mit meiner Zimmerwand voller vergangener Heldentaten,
ziehe mir die Buggse übers Knie,
setze mich in meinen großen Schaukelstuhl
mit den Ohrenstützen dran und
gönne mir das eine Stelldichein mit mir allein.
„Ist ja noch Zeit bis zur gewissen Stunde“,
nuschele ich und schlafe dabei ein.

© CRK, Le, 11/2021

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