Charlestons Zwiegespräch

Innere Stimme: „Du hast da ein Loch in deiner Wand.“
Charleston: „Ja, weiß ich.“ [Verdreht die Quargnäbbl und gähnt herzhaft.]
Innere Stimme: „Stört dich das nicht? Also ich meine deinen Blick auf das Gelb-Orange deiner Küchenwände?“
Charleston: „Nö, wieso? Wenn ich von weiten hinschaue, sieht es aus wie ‘ne fette Fliege. Und aus der Nähe betrachtet, ist es eben das Loch einer fehlgeschlagenen Bohrung. Wo ist da das Problem?“ [Reibt sich den Schlaf aus den Augen.]
Innere Stimme: „Na, weil es unschön aussieht und man eben immer an die eigenen Schmeißfliegen im Kopf denken muss und dann das Summen und Brummen der Gedanken beginnt, die ins Karussell einsteigen und dann kein Ende finden?“
Charleston: „Ach, … du hast Probleme.“ [Lacht.]
Innere Stimme: „Ja.“ [Blickt sich besorgt in Charlestons Kopf um.]
Innere Stimme: „Aber man könnte es doch zuspachteln, dann schaut das Loch wenigstens nimmer so finster drein.? Meinst du nicht?“
Charleston: „Du spinnst. Dann sieht die Wand aus wie ein übler, warmgelaufener Fliegenpilz. Denn sie hat noch mehr dieser Löcher. Außerdem ist das dein Problem und nicht meins. Ich trinke jetzt meine Kakao-Espresso-Spezialmischung und schiebe mich peu à peu in meinen Tag, falls du nichts dagegen hast.“
Charleston: [Zieht die Stirn kraus und dreht Utopia laut auf, damit er seiner Vernunft nimmer zuhören muss. Außerdem flatulenzt sein Gedärm und erinnert ihn an etwas sehr Wichtiges.]

© CRK, Le, 08/2020

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