Der Schrei des Urs

Tief aus dem Plexus der Solarin
dringt der Ur des Schreies hervor –
existenzialistisch, kraftvoll, bedingungslos
Ohne eine Zensur der Bedenkenträger,
ohne die Scham des Seins,
ohne die vielen Gedanken über
die Gedanken der Gedanken

Inmitten der Lichtung unserer Kindertage
Und mein Herz hört mich,
versetzt mich in die Innenstille hinein
und macht mich wundern ob der Wut
der nicht gelebten Liebe meiner Selbst

Ich höre das Hallejuliah im Kopf und sehe
die Sternlein der Glühwürmchen in meinen Augen tanzen,
bis ich das Stickicht des vergessenen Waldes
aus erinnerten Büchern, Musiken, Spielen und Filmen
meines bisher geträumten Lebens wieder verlasse
und im Hier und Jetzt aus- und wieder einatme

© CRK, Le, 08/2020

Veröffentlicht von

www.alleskuehn.de

Ein Tausendsassa. Künstler. Mediengestalter. Lebenspraktischer Optimist. Lebt in Leipzig. Nichtbinärer Trans*Mensch. Bunt. Links.

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