Ostara

Der Lauf des Kreises

Ostara

Tara Os atmet Humus über das Land
und bettet darin all die bunten Eier ihrer Hasen.
Doch die größten und schönsten unter ihnen
setzt sie den bekronten Ostmännern ihrer Insel
in die Augenhöhlen, damit sie sehend werden
und lässt die Dornen ihrer Kränze erblühen.

„Kein schöner Land“, singt der Einäugige unter ihnen
und ruft den Weißen Raben aus den Gedanken
seiner Erinnerungen herbei,
der mit seiner Freya auf den großen Schwingen
aus dem Mondenland herangenaht kommt und
die Kätzchen der traurigen Weiden erblühen lässt.

Zu Kreuze getragen wird das alte Sein
von den Jüngern der Tara Os, damit das neue
in den Flammen der Erleuchtung aufgehen kann,
wie das Korn der Samen im Schoß von Mutter Erde.

© CRK, G, 03/2020

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