Permeable Tage

permeabel

Wenn Wände permeabel werden,
schreite ich auf rohen Eiern,
bevor der Troubadour in mir
mich schreibt hernieder
von den Kuppen des Daseins
in die Morgenkühle
des nächsten Tages

Ja, die Stimmen kamen mir
im Gestern nahe,
(ver)suchten mich zu stecken
in die klein gefaltete Hutschachtel
unter meiner hohen Lagerstatt,
die ich erst erklimmen musste,
bevor ich darbend schwebte
über dem Land der
verlorenen Dinge

Ich kehrte ihnen
eben nicht den Rücken zu,
sondern nahm sie bei der Hand
und zeigte ihnen meine Welt,
sodass sie mich nicht
zusammenfalten konnten
wie das Origami
meine ungebügelten
Hosentaschen

Vernahm ich doch das Geschwätz
der Mücken und Elefanten,
so drehte ich die Worte um,
bezog sie eben nicht auf mich,
sondern baute daraus
das Lebenshaus des
undichten Dichters

Bis sie in meinem Kopf
verstummten und
mich die Spülung
drücken ließen,

Alldieweil Ideen
nun spießen

© CRK, Le, 09/2020

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