Wenn Froggy-Frog sich etwas frogt

Froggy-Frog hockte auf einem ausgedienten Frisierschemel im Laden der Frieda Ohnesorg und frogte sich allen Ernstes, ob es gut und richtig sein könnte, sich seine Haut, in der er nun einmal steckte, zurechtschneidern zu lassen.
Er war sich nicht schlüssig darüber. Denn eigentlich gab es an ihr überhaupt nichts auszusetzen. Okay, okay, okay, … außer dass sie vielleicht ein Mü zu groß für ihn geworden war. Er hatte nämlich in diesen letzten Monaten, Wochen und Tagen enorm abgenommen, und auch in den fortlaufenden Sekunden sowie Millisekunden reduzierte er weiterhin sein Gewicht, wenn auch eher minimal. Im Augenblick konnte man dies nur noch im Zeitraffer betrachten.
Froggy-Frog saß also auf eben jenem Schemel, während Frieda Ohnesorg wie eine Gans auf ihn ein schnatterte. Ab und an ließ er dabei seine klebrige Zunge hervorschnellen, um ihre zu Boden fallenden Phrasen einzufangen und zu verspeisen. Doch gesättigt wurde er davon nicht. Fastfood machte ihn im Gegenteil nur noch hungriger, so dass er langsam aber beständig noch mehr an Gewicht verlor.

So kauerte Froggy-Frog auf seinen Gegebenheiten und ließ Frieda Ohnesorg irgendwann doch an seine überschüssige Haut heran. Sie schneiderte daraus lauter kleine Frog-Babys zurecht, die sie zwischen den Blumen auf ihr Dederonkleid steppte, damit der Karle später am Tag etwas zu glotzen hatte, wenn er ihr einen Freier-Besuch abstattete.
Froggy-Frog hingegen liebäugelte mit den Passanten, die draußen auf dem Gehweg am Schaufenster des Ladens der Frieda Ohnesorg vorbeischlenderten, das Geschehen belustigt betrachteten und dabei gar nicht bemerkten, dass sie auch über sich selbst lachten.
Das amüsierte Froggy-Frog sehr, als er schlussendlich von dem ausgedienten Frisierschemel herunter hüpfte und in seine Einzelteile auseinanderfiel, weil ihm seine Haut nun viel zu eng gewesen war und jetzt aus den Nähten platzte, anstatt schlaff und faltig an seinem Körper herunterzuhängen.
Nun frogte sich Froggy-Frog nichts mehr. Eins seiner Froschaugen kullerte auf dem Fliesenboden entlang und glubschte, als es schließlich zum Stillstand gelangte, gen Halogendeckenleuchte, bis auch aus diesem das Leben entfloh …

© CRK, Le, 08/2020

P.S.:

Eine gewisse „Fan-Fiktion“ auf eine gestrige Lesung von MT-Factory mit Frl. Beate. Und einer gewissen Useraufforderung, mich doch zu einem neuen T-Shirt-Design hinreißen zu lassen. *lol* Nun der Text hier ist die Einstimmung darauf. Da ich aber keine Schlüppis kann und Redbubble das auch nicht anbietet, nun also das Oberteil dazu. *sonne* Das Design braucht aber noch ein paar Tage …

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