Nicht allein

In der Tat gedrängt der Tatendrang,
überstürzt sich im launischen
Aprilgewetter meiner Emotion
für mich selbst, für sie und für alles,
was mich in Herzenswellen
berührt, umspült und
unterwandert,
ja, auch aushöhlt sowie
überschwemmt

Gibt kaum Halt in diesen Tagen,
so intensiv ist alles Ungewohnte
reißt Mauern ein und mit sich fort
nimmt mich mit auf eine Reise,
bei der ich nicht ahne,
ob ich ihr folgen kann,
obwohl ich das Ziel doch (er)kenne,
und ob du mir nachfolgen wirst
oder überhaupt irgendwer,
den ich liebgewonnen

Oder ist es gar so weit gekommen,
dass ich allein mit mir gehen muss
und niemand meinen Spuren folgen mag?
Ich merke schon den Widerspruch,
wenn ich mich laufend nach meiner Selbst
und dir und meinen Lieben herumdrehe
Denn es heißt eben nicht,
mutterseelenalleine fortzuschreiten,
sondern immer mit sich selbst

Ich habe Angst, etwas zu verlieren,
was ich nie haben werde,
weil es nichts zum Besitzen gibt,
sondern, wenn dann,
sich aus freien Stücken mir zuneigen wird
und auch schon in meiner
Hände Dasein sprießt und sprosst
Ich bin nur blind,
ob der Dämonenschar,
die Zweifel in mir sähen

© CRK, Le, 08/2020

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